Amok + Terror: Herausforderungen an Sicherheits- + Taktikplanung

Amok + Terror: Herausforderungen an Sicherheits- + Taktikplanung

Erkenntnisse aus Großübungen

Bei gemeinsamen Übungen mehrere Organisationen und Fachdienste zeigen sich sehr oft folgende Erkenntnisse:

  • Die fachdienstspezifische Arbeit bereits ausgebildeter Einsatzkräfte wird in der Regel hervorragend durchgeführt: Beispielsweise Brandbekämpfung, technische Hilfe oder die medizinische Versorgung sind auf hohem Niveau.
  • Die Lagebeurteilung insbesondere bei Schadensfällen mit unklarer Ursache berücksichtigt oft nicht die Möglichkeit, das eine lebensbedrohliche Einsatzlage (Terror- oder Amoklage) vorliegt.
  • Die Ersteinsatzkräfte nehmen sich nicht genügend Zeit für die Lagebeurteilung.
  • Es dauert oft sehr lange bis in die eigentliche Einsatzabwicklung hinein, um eine optimale Kommunikation zwischen den verantwortlichen Fachdiensten und deren Führungskräften aufzubauen
  • Auf die Eigensicherung direkt vor Ort und bei der Bereitstellung und Heranführung weiterer Kräfte wird noch zu wenig geachtet.
  • Langjährige Gewohnheiten bei der Einrichtung von Bereitstellungsräumen vor Ort sind schwer auf notwendige neue Taktiken umstellbar.

Lagebild: Unfall, Amok oder Terror?


Erkenntnisse für Übungskonzeptionen

Drehbücher von Übungen müssen auf solche Belange Rücksicht nehmen. Es erscheint sinnvoll, durch direkte feedbacks und Wiederholungen einzelner auch aufwändiger Abläufe die Unterschiede zwischen „altgewohntem“ und „neu notwendigem“ unmittelbar nachvollziehbar und erlebbar zu veranschaulichen.

Die Teilnehmer-Feedbacks sollten zwischen den Zielgruppen „Führungskräfte“ und „Einsatzkräften“ unterschieden werden. So gelangt konstruktive Kritik direkt an die entsprechende Zielgruppe und kann in der Wiederholungsübung sofort mit hoher Effektivität umgesetzt werden.

Ziel muss sein, die Einsatzkräfte aus „klassischen Denkmustern“ herauszubrechen, eine Sensibilisierung für lebensbedrohliche Einsatzlagen zu vermitteln und die daraus resultierenden notwendigen Maßnahmen für die Sicherheits- und Taktikplanung zu vermitteln.


TCRH Mosbach: Kompetenz in Sicherheit

Das TCRH Training Center Retten und Helfen bietet Ausbildung, Weiterbildung, Fortbildung, Training, Forschung und Entwicklung für

  • Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS);
  • Organisationen;
  • Forschungseinrichtungen;
  • Unternehmen;
  • Personengruppen;
  • Einzelpersonen.


TCRH Mosbach: Interdisziplinär und organisations- / fachdiensübergreifend

Das TCRH Training Center Retten und helfen ist


Weitere Informationen:


Presseartikel:


Polizei nutzt Trainings-Stätten des TCRH

Polizei nutzt Trainings-Stätten des TCRH

Zentrales Trainings-Zentrum der Polizei Baden-Württemberg (ZTZ) und nördliches Einsatz-Trainings-Zentrum (ETZ) des Polizeipräsidiums Heilbronn auf dem Mosbacher Hardberg

„Auf dem Gelände des TCRH soll das Zentrale Trainingszentrum der Polizei Baden-Württemberg (ZTZ) eingerichtet werden“, bestätigt Renato Gigliotti aus der Pressestelle des Ministeriums für Inneres, Digitalisierung und Migration auf Nachfrage der RNZ. Schwerpunktmäßig wolle man dort künftig „besondere Einsatzlagen“ trainieren. „Darüber hinaus soll in Neckarelz das nördliche Einsatztrainingszentrum des Polizeipräsidiums Heilbronn eingerichtet werden“, ergänzt Gigliotti.

Hochschule der Polizei Baden-Württemberg gründet Standort in Mosbach

Der Institutsbereich Einsatztraining (IBET) der Hochschule der Polizei (HfPol) Baden-Württemberg verantwortet das zukünftige Einsatz-Trainingszentrum der Polizei. Hier werden alle baden-württemberger Polizeibeamten und Polizeischüler für lebensbedrohliche Einsatzlagen wie beispielsweise Anti-Amok oder Anti-Terror geschult.

Die Trainings-Szenarien des TCRH Training Center Retten und Helfen bieten hierfür den realistischen Hintergrund. Für die Ausbildung der Beamtinnen und Beamten sind vor Ort Einsatztrainer der Polizei am Standort beschäftigt, ergänzt durch Verwaltungsangestellte.

Einsatz-Trainingszentrum für Heilbronner Polizei

In einem weiteren Schritt wird in den nächsten Jahren noch das nördliche Einsatz-Trainingszentrum für das Polizeipräsidium Heilbronn umgesetzt.


Weitere Informationen:


Polizei Baden-Württemberg gründet Einsatztrainings-Zentrum im TCRH Mosbach

Polizei Baden-Württemberg gründet Einsatztrainings-Zentrum im TCRH Mosbach

Training spezieller Einsatzlagen im TCRH Mosbach

Das Training Center Retten und Helfen (TCRH) des Bundesverband Rettungshunde e.V. (BRH) in Mosbach wird aktuell temporär durch verschiedene Organisationseinheiten der Landespolizei für Trainings spezieller Einsatzlagen genutzt, da das ehemalige Kasernengelände, nach den umfangreichen baulichen Anpassungen an die Bedürfnisse der Rettungshundeführer, auch für die Durchführung polizeilicher Trainings hervorragende Rahmenbedingungen aufweist.

Nach den positiven Erfahrungen, die sich aus der Kooperation mit dem BRH und der Nutzung der erweiterten Trainingsmöglichkeiten des TCRH ergaben, lag der Entschluss nahe, diese Zusammenarbeit in Zukunft zu intensivieren und weitere Trainingsbereiche zu schaffen, die außerhalb der polizeilichen Nutzungszeiten auch von den Rettungshundeführern des BRH und von anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) genutzt werden können.

Landespolizei nutzt Trainingsstätten

Das für die Polizei Baden-Württemberg (Polizei BW) zuständige Landespolizeipräsidium beabsichtigt auf dem Gelände des TCRH das Trainingszentrum der Polizei Baden-Württemberg einzurichten, das, ergänzend zu den bestehenden Einsatztrainingszentren der regionalen Polizeipräsidien und des Polizeipräsidium Einsatz, neue Möglichkeiten für die zur Aus- und Fortbildung und das Einsatztraining der Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten der Polizei BW eröffnet. In den Einrichtungen des Trainingszentrum der Polizei BW sollen künftig spezifische Szenarien trainiert werden, für die der Polizei BW derzeit keine anderen geeigneten Trainingsstätten  zur Verfügung stehen.

Gewappnet für lebensbedrohliche Einsatzlagen

Durch die auf dem Gelände bereits vorhandenen Unterbringungs- und Versorgungsinfrastrukturen besteht zudem die Möglichkeit auch mehrtätige Lehrgänge durchzuführen. Dies ermöglicht einen effektiveren Trainingsablauf. Der Schwerpunkt im Trainingszentrum der Polizei BW wird die Fortbildung von Erstkräften zur Bewältigung von sogenannten lebensbedrohlichen Einsatzlagen sein. Waren für operative Erstkräfte der Polizei AMOK-Lagen lange Zeit die größte Herausforderung, sind zwischenzeitlich unterschiedliche Ausprägungen des Terroranschlags als weitere komplexe Einsatzlagen hinzugekommen. Insbesondere die Terroranschläge der Jahre 2015 und 2016 haben an die europäischen Sicherheitsbehörden neue Anforderungen gestellt.

Die Polizei BW bereitet ihre Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten mit der Konzeption „Lebensbedrohliche Einsatzlagen“ auf derart gelagerte Ereignisse vor. Für die zielgerichtete Vorbereitung von Erstkräften auf die Herausforderungen dieser höchst gefährlichen Ereignisse sind professionelle Trainingsbedingungen ein wesentliches Element. Zur Simulation dieser Einsatzlagen sind daher möglichst realitätsnahe Rahmenbedingungen erforderlich. Das Gelände des TCRH bietet bereits jetzt sehr gute Voraussetzungen zur Durchführung solcher speziellen Trainings. Mit der Einrichtung des Trainingszentrums der Polizei BW und der damit einhergehenden Erweiterung der Trainingsflächen und -einrichtungen werden die Trainingsmöglichkeiten an die neuen Anforderungen angepasst. Die Polizei BW rechnet mit einem Trainingsbeginn in der zweiten Jahreshälfte 2019.

Hochschule der Polizei Baden-Württemberg

Nach Fertigstellung und Übergabe wird das neue Trainingszentrum organisatorisch an die Hochschule für Polizei Baden-Württemberg (HfPolBW) und dort im Institutsbereich Einsatztraining angebunden. Die HfPolBW ist innerhalb der Polizei BW für die Aus- und Fortbildung der Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte zuständig und betreibt derzeit Ausbildungseinrichtungen in Biberach, Bruchsal, Lahr, Villingen-Schwenningen und Wertheim und erhält mit dem Trainingszentrum in Mosbach, neben dem Standort in Böblingen, einen zweiten Fortbildungsstandort – in diesem Fall speziell für Belange des Einsatztrainings. Auf dem Gelände der ehemaligen Neckartalkaserne werden künftig fünf Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sowie zwei Tarifangestellte ihren festen Arbeitsplatz finden.  


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